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Flachküste

Geologie

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Basiswissen


Flachküsten entstehen, wenn Meer eine Steilküste abträgt (Erosion) oder die Küstenlinien entlang einer vorher schon flach ausgebildeten Gegen verläuft. Das ist hier kurz vorgestellt.



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Der Meeresboden steigt langsam an und geht ohne steile Abschnitte in das Festland über: eine typische Flachküste, hier der nördliche Strand der Nordseeinsel Wangerooge, aus einem Tragschrauber heraus photographiert. © Salino01 Gunter Heim ☛


Typische Flachküsten


Flachküsten sind typisch für die Küsten entlang der belgischen, niederländischen, deutschen und dänischen Nordseeküste. Der Meeresboden steigt aus geringen Wassertiefen (etwa 20 Meter) flach hin zur Küste an und geht dort langsam ohne steile Überange in den Strand über. Dabei kann man vom Meer her kommend Richtung Festland verschiedene Bereiche unterscheiden. Man spricht von einer litoralen Serie. Litoral heißt so viel wie "im Zusammenhang mit einem Ufer, einer Küste".

Die Schorre


Wo vom Meer her kommend die Wellen erstmals Kontakt mit dem Boden bekommen, können die Wellen den Boden verändern. Sie können zum Beispiel sogenannte Barren oder Sandriffe aufwerfen. Der meerseitige Bereich einer Küste, der noch nicht meistens trocken liegt ist die 👉 Schorre

Der Strandwall


Entlang vieler Küsten werfen die Wellen gröberes Material zu einem kleinen Wall auf. Dieser ist oft nur wenige Dezimeter hoch aber für das Auge dennoch gut zu erkennen. Er erstreckt sich oft viele Kilometer entlang parallel zum Ufer. Siehe dazu 👉 Strandwall

Die Strandrinne


Vom Meer weiter über den Strandwall Richtung Festland gehend schließt sich oft eine Vertiefung hinter dem Strandwall an. Das ist die Strandrinne. Sie wirkt wie ein sehr langer, parallel zum Ufer verlaufender Priel. Ist die Strandrinne breit und tief, nennt man sie auch eine Strandlagune. An der südfranzösischen Atlantikküste hat sich der Name baine dafür eingebürgert. Wo es Strandrinnen gibt, entstehen oft lebensgefährliche Strömungen hin zum offenen Meer. Siehe auch 👉 Strandrinne

Vordünen und Dünen


In dem Bereich, der noch sehr selten, etwa bei Sturmfluten, vom Meerwasser erreicht wird, siedeln sich oft sogenannte Pionierpflanzen im Sand an. Diese halten den Sand fest. Im Zusammenspiel mit dem Wind können daraus sehr hohe Dünen erwachsen. Wo Sturmfluten den Fuß hoher Dünen wegreißen entsteht ein sogenanntes 👉 Sandkliff

Shoaling


Ändert sich die Wassertiefe vom Meer hin zum Ufer langsam, steigt also der Meeresboden hin zum Ufer immer mehr an, dann verändert das das Muster der Wasserwellen darüber auf eine markante Art und Weise. Ankommende Wellen zeigen vier (miteinander verwandte) Effekte.

  • c) Die Wellen rücken näher zusammen, wenn das Wasser flacher wird 👉 Wellenlänge
  • d) Die Wellen folgen im gleichen Zeitlichen Abstand, wenn das Wasser flacher wird 👉 Wellenfrequenz

Das Shoaling lässt sich leicht an jeder Flachküste, etwa einem Badestrand an der Nordsee, beobachten. Ideal ist es, wenn man einen Steg oder eine Buhne findet, auf der man einige Zehnermeter hinaus auf das Meer gehen kann. Dann kann man die ankommenden Wellen von der Seite aus beobachten. Siehe mehr unter Shoaling (externer Link)

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