A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 9 Ω
Das Banner der Rhetos-Website: zwei griechische Denker betrachten ein physikalisches Universum um sie herum.

Unentscheidbarkeiten

Erkenntnistheorie

© 2016 - 2026




Basiswissen


Von einer Unentscheidbarkeit spricht man, wenn es mehrere denkbare Antworten auf eine Frage gibt, man aber kein Kriterium kennt, mit dem man endgültig entscheiden kann, welche Antwort stimmt. Dazu stehen hier kurz einige Beispiele.

Beispiele


Die Beschränkung der Beantwortbarkeit einer Frage kann mindestens zwei Gründe haben. a) es gibt kein logisches Kriterium, also ein Kriterium das rein aus den anerkannten Regeln des richtigen Schlussfolgerns stammt, und b) es gibt (noch?) keine Möglichkeit empirisch durch Versuch oder Beobachtung zwischen zwei Positionen zu unterscheiden. Man könnte einmal sagen, dass dass die Grenzen der Entscheidbarkeit einen Logik- und einen Evidenzhorizont haben.

Logikhorizont


Evidenzhorizont


Verwandte Konzepte


Bei einer echten Unentscheidbarkeit kennt man keine Möglichkeit, für verschiedene konkurrierende Aussagen zu entscheiden, welche richtig ist oder nicht. Dieser Kerngedanke ist auch in anderen Begriffen enthalten.


Eine Unentscheidbarkeit ist aber von einer bloßen Mehrdeutigkeit zu unterscheiden. Wenn man etwa in der Mathematik sagt, dass die Lösung der Gleichung x²=9 mehrdeutig ist, dann meint man damit nur, dass es mehrere Lösungen gibt (nämlich die -3 und die 3), und man nicht eindeutig auf eine einzige Lösung alleine deuten darf. Es haftet dieser Mehrdeutigkeit aber nichts an von einer sinnvollen Unentscheidbarkeit. Die Lösungsmenge als Ganze besteht eindeutig aus zwei Zahlen.

Siehe auch

Startseite Impressum Feedback © 2010-2026 Nachilfe Physik Nachilfe Chemie