Subjektiver Zufall
Scheinzufall aus Unwissenheit
© 2016
- 2026
Basiswissen
Ein elektronischer Zufallsgenerator erzeugt eine Folge von Ziffern: 1 4 1 5 9 2 6 5 3 5. Diese Ziffernfolge sieht recht zufällig aus. Man erkennt keine einfachen Muster. Tatsächlich handelt es sich aber um die Nachkommaziffern der Kreiszahl pi. Für jemanden, der erkannt hat, dass hier die Nachkommaziffern der Zahl Pi erscheinen, wäre die Zahlenfolge nicht zufällig. Man spricht hier von einem Scheinzufall oder auch subjektivem Zufall. Die Idee, dass der Zufall in der Welt nur scheinbar sein könnte, spielt auch in der Religion eine Rolle. [1] Wie ein echter Zufall definiert ist steht unter 👉 Zufall
Fußnoten
- [1] Der Schweizer Reformator Calvin (1509 bis 1564) deutete die für uns scheinbar zufälligen Geschehnisse allesamt als Ausdruck eines wirksamen göttlichen Willens. Calvin beruft sich dabei unter anderem auf den Philosophen Augustinus (354 bis 430). Siehe dazu auch den Artikel 👉 Calvin-Würfel