Schwertrübe
Physik
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Definition
Als Schwertrübe [1], im Englischen auch heavy liquid [2] bezeichnet man eine Mischung aus einer leichteren Flüssigkeit (meist Wasser [5]) und einem fein aufgemahlenem und spezifisch dichteren Stoff (z. B. Magnetit [3]) in kleinsten Teilchen. So entsteht eine Flüssigkeit, die deutlich höhere Dichten erreicht als Wasser. Schwertrüben werden in der Aufbereitung von Feststoffen [4] oder als Flüssigkeit zur Stabilisierung von untertägigen Hohlräumen, etwa bei Bohrlöchern [5], verwendet.
Fußnoten
- [1] Die Bezeichnung Schwertrübe wird als Querverweis auf Schwimm-Sink-Aufbereitung geführt, in: Böckler F. et al.: RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Juni 2026] Online: https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-19-01484
- [2] "Schwertrübe f ZER heavy liquid, heavy medium, heavy suspension" In: Academic Dictionaries and Encyclopedias. Dort der Artikel "Schwertrübe". Abgerufen am 5. Juni 2026. Online: https://engineering_de_en.en-academic.com/28849/Schwertrübe
- [3] Schwertrüben mit Magnetit decken Dichten von 1,25 bis 2,2 g/cm³ ab: "The most common media for separation is a fine magnetite suspension in water, ferrosilicon suspension, or a mixture of the two, depending on the required separation density. Magnetite alone is used when a density is required in the range from 1.25 to 2.2 g/cm³, a mixture between 2.2 and 2.9 g/cm³, and ferrosilicon alone for a density range 2.9–3.4 g/cm³." In: Janusz S. Laskowski: The Coal Handbook. Elsevier. 2023. Dort im Kapitel "6.5.3.3 Dense media".
- [4] Die STEINERT GmbH aus Köln bietet an: "Hocheffiziente Rückgewinnung von FeSi oder Magnetit aus der Schwimm-Sinkscheidung und Nassaufbereitung von Feinkorn". Das Gerät heißt "Nasstrommelmagnetscheider" und soll mit Hilfe von sehr starken Magnetfeldern das Magnetit wieder aus der Schwertrübe herausholen können. Abgerufen am 21. Februar 2026. Online: https://steinertglobal.com/de/sortiersysteme/magnetabscheider/nassmagnetscheider/steinert-wds/
- [5] Das kleine Bergbaulexikon definiert Schwertrübe als "ein durch Mischen von Wasser mit Feststoffen entstandene Trüe größerer Dichte, die beim Schwimm-Sink-Verfahren und beim Tiefbohren verwendet wird." In: Walter Bischoff: Das kleine Bergbaulexikon: Westfälische Berggewerkschaftskasse Bochum. Verlag Glückauf, 1988. - 404 S. ISBN 3-7739-0501-7. Dort auf Seite 307.