Schwermineral
Physik
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Definition
Als Schwermineral fasst man üblicherweise alle Minerale mit einer Dichte von über 2,9 g/cm³ zusammen. Schwerminerale fallen optisch besonders gut in hellem Sand aus Quarzkörnern auf. Durch Wasserströmungen und Winde geprägt [1], bilden sie am Strand oft charakteristische hell-dunkel-Muster aus. [2] Der zugrundeliegende physikalische Effekt ist, dass schwere und dichte Körner bei langsameren Fließgeschwindigkeit eher am Boden bleiben oder wieder nach dort absinken als leichtere Körner (Stokessche Gleichung [3]). Wo sich wertvolle Schwerminerale in größerer Menge anreichern, spricht man auch von einer 👉 Seife (Geologie)
Fußnoten
- [1] Die hell-dunkel-Muster aus hellen leichten und dunklen schweren Mineralkörner werden ausführlich, speziell in ihrer Entstehung durch Wind und Wasserströmung beschrieben in: H. Joachim Schlichting: Strömungsmuster am Strand. Spektrum der Wissenschaft. Juli 2026. Dort auf den Seiten 38 und 39. Der geologische Fachbegriff für diese Hindernismarken ist Strömungskamm (externer Link)
- [2] An Meeresstränden können oft schwarze Säume von Schwermineralen im gelben Quarzsand beobachtet werden. Die Ursache solcher Anreicherungen ist, daß schwerere Minerale in strömendem Wasser ein anderes Transportverhalten haben als leichtere Minerale wie Sand. Dadurch kann es in Brandungszonen und in Flüssen zu Anreicherungen mechanisch und chemisch widerstandsfähiger Minerale kommen, den sogenannte Seifenlagerstätte". Beispielhaft genannt werden "Brandungssande" mit "Monazit","Zirkon", "Cassiderit" (Kassiterit?), "Gold", "Diamant", "Korund" sowie speziell für die Ostsee "Magnetit", "Hornblende", "Granat" und "Pyroxen". In: Museumsführer für das Mineralogische und Geologische Museum der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel. Dort im Kapitel "5.4.1. Schwermineralseifen". Online: https://web.ifg.uni-kiel.de/Museum/museumsfuehrer/Lagerst/MinSeifen.html
- [3] v = 2/9 · [r²·g·(rhop-rhof]:eta 👉 Stokessche Gleichung