Aufmerksamkeit
Psychologie
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Basiswissen
Als Aufmerksamkeit im Sinne der Kognitionspsychologie [1] bezeichnet man bewusste oder auch unbewusste psychische Prozesse, die ständig und kurzgetaktet bestimmen, welche inneren und äußeren Reize oder Inhalte in unser Bewusstsein gelangen [2, sinngemäß]. Auch das, was außerhalb der Aufmerksamkeit liegt, kann gesteuert sein. Man spricht dann von selektiver Unaufmerksamkeit. [3] Steuert man die Aufmerksamkeit bewusst und über längere Zeit, spricht man von Konzentration (Psychologie)👉 [4]
Fußnoten
- [1] Aufmerksamkeit im kognitionspsychologischen Kontext "bezieht sich auf die Fähigkeit, Informationen zu selektieren und andere zu ignorieren, um diese zur Grundlage von Wahrnehmung, Denken und Handlungen zu machen." In: der Artikel "Aufmerksamkeit". Dorsch Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 8. April 2026. Online: https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/aufmerksamkeit
- [2] Jan Trützschler: Aufmerksamkeit und Konzentration unter besonderer Berücksichtigung des schulischen Zusammenhangs: Definition, Bedeutung, Diagnostik. GRIN Verlag, 2006. 51 Seiten. ASIN: B076X436NT.
- [3] Zur selektiven Unaufmerksamkeit siehe: Sullivan, H.S. (1980). Die interpersonale Theorie der Psychiatrie. Frankfurt/M.: Fischer. (Original erschienen 1953: The interpersonal theory of psychiatry.) In der deutschen Ausgabe Seite 357 ff.
- [4] Das Dorsch Lexikon der Psychologie grenzt die Konzentration explizit von der Aufmerksamkeit: "Konzentration ist die Fähigkeit, Handlungen absichtsvoll zu steuern und ihre Ausführung zu kontrollieren (Handlungskontrolle). Im Alltag ist ein Mensch dann konzentriert, wenn er absichtsvoll das – und nur das – tut, was er sich zu tun vorgenommen hat." In: der Artikel "Konzentration". Dorsch Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 8. April 2026. Online: https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/konzentration#search=4547a6d6c27cec724101a07293226744&offset=0