A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 9 Ω
Das Banner der Rhetos-Website: zwei griechische Denker betrachten ein physikalisches Universum um sie herum.

Salzhaut

Physik

© 2025 - 2026

Definition


Als Salzhaut [1] bezeichnet man eine zunächst dünne Haut aus Salzkristallen, die sich auf einer Flüssigkeit bilden, wenn die ersten Salzkristalle aus dieser Flüssigkeit auskristallieren [2], zum Beispiel bei Laugen [3], im Zusammenhang mit der Herstellung von Wein [4] oder auch für Sümpfe in heißen Gegenden [4]. Bei der Herstellung von Speisesalz über eine natürliche Verdunstung von Meereswasser erntet und verkauft man die Salzhaut als teures Fleur de Sel. Die Salzhaut ist ein Sonderfall einer 👉 Kristallhaut

Fußnoten


  • [2] Kristallisation, der Bildungsprozeß der Kristalle teils aus Dämpfen (z.B. Schwefel), teils aus Schmelzfluß (Metalle, Mineralien der Laven), teils aus Lösungen durch Verdunsten des Lösungsmittels (Steinsalz), wobei sich meist zuerst die Oberfläche der Flüssigkeit mit einer dünnen Schicht winziger Kriställchen (Kristall- oder Salzhaut) bedeckt." In: der Artikel "Kristalliation". Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 1024. Online: http://www.zeno.org/nid/20001276239
  • [3] Für Apotheker, als Anleitung: "Um aber überhaupt Salze aus ihren Laugen als wohlgeformte Krystalle darzustellen, ein Gegenstand, der uns hier im Allgemeinen beschäftigt, ist erstens nöthig, den zur guten Krystallisation erforderlichen Grad von Konzentration der Salzlauge, das ist, den Anschußpunkt jedes einzelnen Salzes zu kennen, und zweitens die gehörig abgedampfte Lauge in die Lage zu setzen, daß die Salze am leichtesten und vollkommensten daraus anschießen können. Was den gehörigen Anschußpunkt der Salzlaugen betrifft, so ist die gewöhnliche Verordnung, sie abzudampfen, bis ein Salzhäutchen auf der Lauge entstehe, nur bei den Salzen brauchbar, die eine etwas ansehnliche Menge kochenden Wassers zu ihrer Auflösung erfordern, wie das Kochsalz, das Digestivsalz und der Vitriolweinstein, nicht aber bei denen, welche bei gehöriger Hitze selbst in[526] ihrem eignen Krystallisationswasser zerschmelzen, oder doch nur eine unmerklich kleine Menge siedenden Wassers zu ihrer Auflösung brauchen, wie das Glaubersalz, das Bittersalz, der Zucker, der Salpeter, der Eisenvitriol, der Alaun u.s.w. Bei diesen erscheint kaum ein Salzhäutchen, wenn schon die Lauge so eingedickt ist, daß sie beim Erkalten einen trocknen, unförmlichen Salzklumpen bildet." In: der Artikel "Krystallisirung". Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon. 1. Abt., 2. Teil, Leipzig 1795, S. 526-531. Online: http://www.zeno.org/nid/20003694127
  • [4] Zusammen mit Weinstein: "Cremor tartari (Weinsteinrahm), Weinsteinrahm, wird aus dem aus jungem Weine abgesetzten Weinstein erhalten, wenn man diesen in Wasser auflöset und abdampft, wobei er als pulverichte Salzhaut an der Oberfläche und die Weinsteinkrystalle im Grunde erscheinen." In: der Artikel "Cremor tartari (Weinsteinrahm)". Damen Conversations Lexikon, Band 3. [o.O.] 1835, S. 28. Online: http://www.zeno.org/nid/20001722573
  • [5] Als Kruste in einem Sumpf in Australien: "im S. [Süden] der Alexandrin- od. Victoria-See, 12 Ml. lang, 6 Ml. breit, durch einen nicht einmal für Boote fahrbaren Kanal mit dem Meere verbunden, u. der Torrens-See, bisweilen ohne Wasser, nur einen mit Salzhaut überzogenen Sumpf bildend". In: der Artikel "Australien". Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 66-74. Online: http://www.zeno.org/nid/20009442480



Mit Google weiter auf Rhetos suchen





Startseite Impressum Feedback © 2010-2025 Nachilfe Physik Nachilfe Chemie