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Phrenologie

Definition

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Basiswissen


Die Phrenologie als Zweig der Wissenschaft wurde Anfang des 19. Jahrhunders von Franz Joseph Gall vorgeschlagen. [1] Seine Idee, dass es am Schädelknochen [2] äußerlich erkennbare Anzeichen für die Beschaffenheit des Geistes gibt [3] [4] hat sich nicht bestätigt. Mit dieser Schädellehre enstand aber auch die Idee geistiger Organe [5], die sich dann ablöste von der Verbindung zur äußeren Form des Schädels [7] und letzten Ende, Anfang des 20. Jahrhunderts zur Idee innerhalb des Gehirn lokal begrenzter Funktionsbereiche (Bewegung, Sehen, Hören) führte. [8] Aus solchen Gedanken entstand dann die Idee einer 👉 Hirnkartierung



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Die Phrenologie versucht jedem Hirnbereich eindeutig eine seelische Tätigkeit zuzuordnen. © American Phrenological Journal ☛


Fußnoten


  • [1] Franz Joseph Gall (1758-1828): Anatomie et physiologie du système nerveux« (4 Bde., 1810-18).
  • [3] "Phrenolŏgie, ein Wort griech. Ursprungs, ist die übliche Benennung für die weiter ausgebildete Lehre Gall's von Dem, was aus der äußern Gestalt des Schädels auf die Beschaffenheit des Geistes geschlossen werden könne." In: Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1839., S. 493. Online: http://www.zeno.org/nid/20000853682
  • [4] Phrenologie (v. gr.), 1) Gehirnlehre; 2) Schädellehre, die Vergleichung der Geistesvermögen mit den äußeren Formen des Schädels." Und noch sehr ausführlich weiter. In: Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 102. Online: http://www.zeno.org/nid/20010634649
  • [5] Geistige Organe": "Phrenologie (phrên, phrenes. Ausdruck von SPURZHEIM): Lehre von den geistigen »Organen«, Eigenschaften und Dispositionen (z.B. Orts-, Farben-, idealer Sinn, Zerstörungstrieb u.s.w.) in ihrer Beziehung zu den Formen (Ausbuchtungen u. dgl.) des Schädels (Kraniologie, Kranioskopie)." In: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 119. Online: http://www.zeno.org/nid/20001799304
  • [6] "Phrenologie (griech), Geistes-, Gehirnlehre, besonders die Gallsche Schädellehre; daher Phrenolog, der sich mit derselben beschäftigt." In: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 839. Online: http://www.zeno.org/nid/20007250266
  • [7] Lokalisierung von Tätigkeiten: "Phrenologīe (grch., »Geisteskunde«), auch Schädellehre, Kranioskopie, Kraniologie, die von Gall (s.d.) eingeführte Lehre von der Erkenntnis der Geistesanlagen aus den Ausbuchtungen des Schädels, deren jede der Größe des darunter liegenden Gehirnteils und des ihm beigelegten Seelenvermögens entsprechen soll. Im ganzen werden einige 30, je an eine besondere Stelle des Gehirns gebundene Grundkräfte unterschieden. Die Lokalisierung der Gehirnfähigkeiten hat die neuere Physiologie bestätigt, doch ist bisher nur das Sprachzentrum gefunden worden. Auch entsprechen die Schädelkonturen den Gehirnkonturen nicht so, wie angenommen wird. – Phrenolōg, einer, der sich mit P. beschäftigt. – Vgl. Gall und Spurzheim (6 Bde., 2. Aufl. 1822-25), Carus (1841; Atlas, 2. Aufl. 1864), Wittich (1870), Scheve (8. Aufl. 1896)." In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 405. Online: http://www.zeno.org/nid/2000144462X
  • [8] "Die elektromotorische Region", "Die Sehsphäre des Menschen" und die "Hörsphäre des Menschen". In: K. Brodmann: Vergleichende Lokalisationslehre der Großhirnrinde. 1909.

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