WH54 20250626 Inventar Labor-Gasbrenner
Physik
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- 2026
Basiswissen
Ein Labor-Gasbrenner mit einem Gemisch aus 70 % Butan und 30 % Propan, ähnlich einem Campingkocher, erlaubt es, vergleichsweise sicher eine Flamme (immer im Freien) zu erzeugen. Die Temperatur der Flamme wird mit rund 1700 °C angegeben.
Bezugsdaten
- Name: Labor-Gasbrenner mit Gewinde (Bunsenbrenner, Kartuschenbrenner)
- Artikelnummer: L10.0063.00001
- Preis, inklusive einer Kartusche (Juni 2025): 21,90 Euro
- Kartuschen einzeln, etwa 6 bis 10 Euro im Outdoor-Geschäft (2026)
Technische Daten
- Kartusche: Butangas mit Schraubgewinde
- Brenndauer: etwa 3 Stunden, je nach Einstellung
- Flammentemperatur: 1.700 °C [2]
- Höhe (Kartuschenboden bis Brennerspitze): ca. 15,5 cm
- Durchmesser der Kartusche am Boden: etwa 10 cm
- Höhe der Kartusche vom Boden bis zum Beginn der Abschrägung oben: etwa 6,3 cm
- Gesamthöhe der Kartusche: etwa 8,2 cm
- Gesamtmasse mit voller Kartusche: 0,56 kg
- Dichte: 230 Gramm pro 410 ml
- Aus deutscher Herstellung
Gasarten
Für Camping- oder Laborbrenner kommen verschiedene Gasarten in Betracht. Weit verbreitet sind Butan und Propan. Hier sind die wichtigsten Eigenschaften im Vergleich:
Butan
- Problem: Verdampft unterhalb des Gefrierpunkts kaum noch → ungeeignet für kalte Temperaturen
Isobutan
- Vorteil: Bessere Verdampfung bei kalten Temperaturen als normales Butan
- Funktioniert bis ca. -10°C, darunter jedoch zunehmend ineffektiv
Propan
- Vorteil: Bleibt auch bei sehr niedrigen Temperaturen gasförmig
- Nachteil: teurer als Butan oder Isobutan
Kartuschen
Typ I
- Butan, Isobutan, Propan, 230 g
- Bruttgewicht bei Kauf ohne Kappe: 378,1 g
- Gekauft: Outdoor Spezial, Aachen
Typ II
- Bruttgewicht bei Kauf ohne Kappe: 379,6 g
- Gekauft: Outdoor Spezial, Aachen
Typ III
- Zusammensetzung: 30 % Propan, 70 % Butan
- Anschluss: 7/16" - 28 UNEF
- Beispielsweise für Gaslötgeräte und Gaskocher
Bedienung
Kartuschenwechsel
"Prüfen Sie, dass vor dem Lösen des Gasbehälters der Brenner erloschen ist. Danach die Gaskartusche von dem Gerät abschrauben und das Gerät vor dem Einlagern oder einem Transport vollständig abkühlen lassen. Prüfen Sie die Dichtung (Nr. 5, Zeichnung II – Sichtprüfung) vor Anschluss eines neuen Gasbehälters. Wechseln Sie den Gasbehälter im Freien und fern von anderen Personen. Bevor Sie nun die Gaskartusche (Nr. 1) im Freien und fern von allen möglichen Zündquellen, wie offenen Flammen, Zündflammen, elektrischen Kochgeräten, und entfernt von anderen Personen, an das Gerät montieren, kontrollieren Sie bitte, ob das Gasregulierventil (Nr. 2) fest verschlossen ist. Jetzt wird die Gaskartusche, wie oben zeichnerisch dargestellt (Zeichnung I), senkrechthaltend an das Gasentnahmeventil (Nr. 1) gasdicht angeschraubt. Die Dichtung ist vor jedem neuen Anschluss der Gaskartusche zu prüfen." [2]
Aufbewahrung
Der Labor-Gasbrenner wird in der Lernwerkstatt in Aachen aufbewahrt im 👉 WH54 Chemie-Raum
Kupferoxidation
Hält man dünne Kupferfolie mit einer Tiegelzange in den gut 1500 °C heißen blauen Bereich der Flamme, erreicht das Kupfer bald 700 °C (dunkle Rotglut) bis 800 °C (helle Rotglut). Bei diesen Temperaturen verbindet es sich mit dem Sauerstoff der Luft zu dem schwarzen Kupfer(I)-oxid und vor allem zu dem schwarzen 👉 Kupfer(II)-oxid
Fußnoten
- [2] In einem Versuch am 13. Februar 2026 wurde ein Metalldraht von 0,25 mm Durchmesser aus Eisen mit Kupferummantelung in der Flamme so weit erhitzt, bis sich gut sichtbare Schmelztropfen bildten. Die Schmelztemperatur von Kupfer liegt bei 1084 °C, die von Eisen bei 1536 °C. Sollte sich keine Kupfre-Eisen Legierung mit deutlicher niedrigerer Schmelztemperatur gebildet haben, muss das Metall mindestens 1084 °C, möglicherweise sogar bis 1536 °C oder mehr erreicht haben.