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Styrodur

Schaumstoff

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Basiswissen


Ein fester und leichter Schaumstoff der Firma BASF: Styrodur ist ein Produktname für das Material Polystyrol. Der Schaumstoff ist sehr leicht und gleichzeitig aber auch recht fest. Das ist hier kurz erklärt.



Bildbeschreibung und Urheberrecht
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Was ist Styrodur?


  • Styrodur ist der Produktname von der Firma BASF.
  • Styrodur besteht aus einem Material das man eigentlich Polystyrol nennt.
  • Eigentlich ist Polystyrol recht fest und dicht.
  • Es kann aber durch verschiedene Verfahren aufgeschäumt werden.
  • Eines dieser Verfahren nennt man Extrusion.
  • Dadurch entsteht das sogenannte Styrodur.

Welche Eigenschaften hat es?


  • Styrodur ist als Schaumstoff ziemlich fest und einigermaßen glatt.
  • Wenn man mit dem Finger hineindrückt bleibt aber eine Delle zurück.
  • Mit einem scharfen Messer lässt sich Styrodur gut schneiden.
  • Es ist leicht entzündlich und brennt gut (gefährlich!).
  • Erweichungspunkt von etwa 70°C [1]

Wozu wird es verwendet?


  • Man kann damit sehr gut Modelle basteln.
  • Es wird aber vor allem als Dämmmaterial für Häuser verwendet.

In Zahlen


  • Dichte von extrudiertem Polystyrol: 0,015 bis 0,090 Gramm pro Kubikzentimeter.
  • Wärmeleitfähigkeit: 0,032 bis 0,040 W/(m·K)

Versuche mit Styrodur


Der Lupen-Albedo-Versuch


Handelsübliches Styrodur zum Basteln glänzt oft hell weiß. Damit reflektiert es auch einfallende Sonnenstrahlen sehr gut. Es gelang nicht, mit einem Brennglas (8 cm Durchmesser), das Styrodur zum Schmelzen zu bringen, während Holz oder Papier sofort verkohlte. Die Lösung, um auch Styrodur leicht mit einem Brennglas schmelzen zu können war es, die Oberfläche zu verdunkeln, etwa mit einem Stift. Siehe mehr dazu 👉 Lupen-Albedo-Versuch

Ballonglasversuch


In einem Reagenzglas, das oben mit einem Luftballon gasdicht verschlossen ist, wird Styrodur mit einer von außen wirkenden Flamme erweicht und dann thermisch zersetzt. Die entstehenden Gase oder Räuche blasen leicht den Ballon auf. Über Wägungen kann man Betrachtungen zur Massenerhaltung und zum Effekt des statischen Auftriebs anstellen. Siehe dazu auch 👉 Massenerhaltungssatz (Ballonglasversuch)

Fußnoten


  • [1] Der Erweichungspunkt (englisch: Vicat Softening Point)
  • [2] Als "Zersetzungstemperaturbereich" für "Polystyrol (PS)" werden "300 - 400 °C" angegeben in: DGUV Regel 113-011: Sicheres Arbeiten in der Kunststoffindustrie. Anhang 8: Zersetzungsprodukte bei der Heißverarbeitung von Kunststoffen. Dort die Tabelle 6: Zersetzungstemperaturbereiche einiger gängiger Thermoplaste. Abgerufen am 16. Mai 2026. Haufe-Lexware GmbH & Co. KG. Freiburg. Online: https://www.haufe.de/arbeitsschutz/impressum_98_324.html
  • [3] Eine "Erweichungstemperatur" von 70 °C und eine beginnende "thermische Zersetzung" ab 220 °C gibt der Hersteller BASF in seinem Sicherheitsdatenblatt zu Styrodur in der Version 2.0 mit Datum von 2026 an.

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