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Kolonie (Biologie)

Definition

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Basiswissen


In der Zoologie und Mikrobiologie ist eine Kolonie eine Gruppe eng zusammenlebender Individuen derselben Art in räumlicher Abgrenzung zu Ansammlungen derselben Art an anderen Stellen. [1]" title="Zur Fußnote (Quellen und Hintergründe) "style="color: black;">  [1] Die Individualität der Einzeltiere ist dabei klar erkennbar.



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Zwei Vogelkolonien auf einer Nordseeinsel: im Hintergrund Austernfischer und im Vordergrund vermutlich jüngere Silbermöwen: bei Hochwasser sitzen die Vögel oft dicht gedrängt an der Uferkante. Sie warten dort bis das Wasser wieder abläuft und die Wattflächen zum Fressen der dort lebenden Bodentiere (Würmer, Muscheln, Krebse etc.) freigibt. Um große Vogelansammlung zu beobachten ist deshalb das Hochwasser der ideal Zeitpunkt.☛


Beispiele


Kolonien können aus verschiedenen Gründen entstehen, etwa dadurch, dass sich Einzeller Teilen und die neuen Zellen nahe am Ursprungsort verbleiben. Vögel, wie der Basstölpel auf Helgoland, können sich durch ein räumlich enges Angebot an Brutmöglichkeiten (Felseninsel im Meer) zusammenfinden. Moostierchen bilden oft ein gemeines Stützgerüst aus, in dem Einzeltiere leben. Ferner spricht man auch von Schlafkolonien, etwa bei Fledermäusen oder Rabenvögeln. Nieder Algen bilden ebenfalls Kolonien aus, die oft schon Vorformen zu echten gewebebildenden Pflanzen zeigen.

Entwicklung hin zum Metabionten


Kolonien stellen stammesgeschichtich betrachtet oft eine eine erste Stufe hin zur Entwicklung eines Überwesens auf einer höheren Organisationsstufe dar. Solche Überwesen werden hier allgemein als Metabionten bezeichnet. So bilden Kolonien von Algen oft Gefäße aus, die letztendlich zur Bildung einer echten Gefäßpflanze führt. Es entstehen letzendlich echte mehrzellige Lebewesen. Sind die Einzelwesen bereits selbst mehrzellig oder bestehen sie auch verschiedenen Arten spricht man bei zunehmender Individuation der Kolonie oft von einem Stock, einer Biozönose oder einem Holobionten, allgemein beobachtet man eine oft eine Entwicklung hin zu einem  [5] das Wort Metabiont. In diesem Sinn wurde oder wird es auch im deutschen Sprachraum verwendet [4]. Sinnvolle Mehrzahlen sind Metabionta sowie auch Metabionten. Wörtlich genommen heißt es soviel wie ein Lebewesen auf einer (Zwischenstufe) einer Entwicklungslinie. In diesem Sinn wird das Wort hier vorgestellt.">👉 Metabiont

Fußnoten


  • [2]">[2] Wheeler, W. M.: The ant colony as an organism. J. Morphol. 22, 307–325. 1911. doi: 10.1002/jmor.1050220206



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Zitiervorlage

Gunter Heim: Kolonie (Biologie), in: Rhetos Lern-Lexikon der Physik und der spekulativen Philosophie. Erstellt im Jahr 2016, zuletzt bearbeitet am 25 Mai. 2026. URL: www.rhetos.de/physik/lexikon/kolonie_(biologie).htm









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