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Rauch

Physik

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Basiswissen


Rauch besteht aus unvollständig [3] [4] [5] [6] [7] verbrannten Stoffen, oft gemischt mit vollständig [3] zu Gasen [7] verbrannten Stoffen oder Dämpfen [3] [4] [5]. Rauch kann verschiedene Farben wie Schwarz (Ruß), aber auch Weiß (Magnesiumbrand) oder Gelb annehmen. [2] Künstlicher erzeugter Rauch würde früher gezielt zum Schutz von Weinreben vor Frost genutzt. [8] Viele Räuche kann man wieder entzünden. Siehe dazu etwa den 👉 Rauchfaden-Zünd-Versuch



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Man sieht Rauch von angezündeter Grillkohle☛


Fußnoten


  • [1] Rauch als rauh: "Rauch, -er, -este, adj. et adv. mit Wolle, Federn oder Haaren bewachsen, im Gegensatze des glatt. Ein raucher Bart. Ein raucher Muff, ein raucher Pelz. Esan war ganz rauch, wie ein Fell, 1 Mos. 25, 25. Seine Hände waren rauch wie Esaus Hände, Kap. 27, 23. Das Rauche heraus kehren, figürlich, Ernst gebrauchen, Ernst zeigen; eine vermuthlich von der ehemahligen ältesten Art, sich in Felle zu kleiden, hergenommene Figur; wenn es hier nicht vielmehr das Wort rauh ist. Rauches Futter, in der Landwirthschaft, besser rauhes, S. Rauh. Im Forstwesen pflegt man auch figürlich alles stehende, mit seinem Laube und Blättern noch versehene Holz, rauches Holz oder Rauchholz zu nennen. Anm. Bey dem Willeram roich, bey dem Kero ruh, bey dem Ulphilas rih, im Angels. rih und ruh, im Nieders. und Dän. rug. Im Wallis. ist daher Rhwg die Wolle, und im Isländ. Ruu das Haupthaar. Rauh und rauch sind freylich ein und eben dasselbe Wort, und nur in der stärkern oder gelindern Aussprache des Hauches verschieden; indessen unterscheidet man sie im Hochdeutschen doch sehr genau, und gebraucht rauh im allgemeinen Verstande, rauch aber nur von dem, was haarig oder wollig ist. In den Mundarten werden hingegen beyde sehr häufig verwechselt. Die Baiern sprechen für rauh beständig rauch, und einige Niedersächsische Gegenden ruug. Andere Oberdeutsche Provinzen haben nur allein das rauh, und im Osnabrückischen und andern Niederdeutschen Gegenden gebraucht man ruw so wohl für rauch als auch für rauh. S. auch Rauh." In: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 966. Online: http://www.zeno.org/nid/2000037315X
  • [2] Rauch ist brennbar: "Rauch, bildet sich durch die Verbrennung eines Körpers und ist selbst noch verbrennbar. Er bestehet aus einer Zusammensetzung des Sauerstoffs in der Luft, mit den Grundstoffen des brennenden Körpers, und ist je nach dessen Bestandtheilen auch verschieden. Da der R. leichter ist als die atmosphärische Luft, so steigt er aufwärts, und zwar so lange, bis er in eine dünne, ihm an Schwere gleiche Luftschicht kommt, worauf er sich mit dieser vermengt und unsichtbar wird. Erkaltet der R., so zersetzt er sich, und es bildet sich z. B. dadurch der Ruß. Wie verschiedene Bestandtheile der R. enthält, bemerken wir an seiner Farbe und an seinem Geruch. Insofern also der R. ein brennbarer Stoff ist, unterscheidet er sich vom Dampf (s. d.), der diese Eigenschaft nicht besitzt, wie z. B. der Dampf von siedendem Wasser oder heißen Speisen." In: Damen Conversations Lexikon, Band 8. [o.O.] 1837, S. 356. Online: http://www.zeno.org/nid/20001761668
  • [3] Unverbrannter Stoff: "Rauch (der), welcher sich von brennenden Körpern sichtbar erhebt, besteht aus sehr kleinen Theilchen fester Stoffe, welche der heiße Luftstrom mehr und weniger unverbrannt mit fortreißt, z.B. aus Kohlenstoff, der nie luftförmig werden kann, aus brandigem Öl und Harz und aus Essigsäure, was sich aber je nach der Beschaffenheit der verbrennenden Körper ändert. Die öligen und harzigen Theile verdichten sich an der Kälte und hängen sich als Ruß an die nächsten kalten Körper an. Je vollständiger die Verbrennung des Körpers vor sich geht, desto weniger Rauch entweicht, der, von Nässe und andern Hindernissen abgesehen, immer mit eine Folge davon ist, daß nicht atmosphärische Luft genug an den brennenden Körper gelangt. Uneigentlich werden im gemeinen Leben auch die sichtbar aus erwärmten Flüssigkeiten aufsteigenden Dämpfe Rauch genannt, und sagt man daher z.B. von heißen Speisen, daß sie rauchen. – Rauchfang, Schorn stein und Feueresse werden die zur Abführung des Rauches von einem oder mehren Feuern in einem Wohnhause oder anderm Gehände von Mauerwerk angelegten und meist zum Dache hinausgeführten Kanäle oder Röhren genannt." In: Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1839., S. 628-629. Online: http://www.zeno.org/nid/20000857785
  • [4] "Rauch (der), welcher sich von brennenden Körpern sichtbar erhebt, besteht aus sehr kleinen Theilchen fester Stoffe, welche der heiße Luftstrom mehr und weniger unverbrannt mit fortreißt, z.B. aus Kohlenstoff, der nie luftförmig werden kann, aus brandigem Öl und Harz und aus Essigsäure, was sich aber je nach der Beschaffenheit der verbrennenden Körper ändert. Die öligen und harzigen Theile verdichten sich an der Kälte und hängen sich als Ruß an die nächsten kalten Körper an. Je vollständiger die Verbrennung des Körpers vor sich geht, desto weniger Rauch entweicht, der, von Nässe und andern Hindernissen abgesehen, immer mit eine Folge davon ist, daß nicht atmosphärische Luft genug an den brennenden Körper gelangt. Uneigentlich werden im gemeinen Leben auch die sichtbar aus erwärmten Flüssigkeiten aufsteigenden Dämpfe Rauch genannt, und sagt man daher z.B. von heißen Speisen, daß sie rauchen. – Rauchfang, Schorn stein und Feueresse werden die zur Abführung des Rauches von einem oder mehren Feuern in einem Wohnhause oder anderm Gehände von Mauerwerk angelegten und meist zum Dache hinausgeführten Kanäle oder Röhren genannt. " In: Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1839., S. 628-629. Online: http://www.zeno.org/nid/20000857785
  • [5] Unverbrannte Stoffe: "Rauch, nennt man die beim unvollkommenen Verbrennen von Körpern aufsteigenden Gase, welche sehr seine halbverbrannte Theilchen, besonders Kohlentheilchen, mit empor tragen. So besteht der Holz- oder Kohle n-R. aus seinen Kohlentheilchen, Kohlensäuregas und Wasserdampf. An kalten Gegenständen verdichtet sich ein Theil des R.s und setzt sich als Ruß an; sind im R. zugleich harzige und ölige Theile, so setzen sich diese mit an und bilden den Glanzruß." In: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 670. Online: http://www.zeno.org/nid/20003486400
  • [6] Weißer Rauch: "Rauch, von brennenden Körpern aufsteigende sichtbare Produkte vollständiger oder unvollständiger Verbrennung. Brennendes Magnesium gibt einen starken weißen R. von sein verteilter Magnesia. Die Brennmaterialien, die reichlich Wasserstoff enthalten, verbrennen nur selten ganz vollständig zu Kohlensäure und Wasser, d. h. ohne R. Gewöhnlich entstehen zahlreiche Produkte unvollständiger Verbrennung, die mit der den Brennmaterialien zugeführten überschüssigen Luft, mit der Kohlensäure, dem Kohlenoxyd und Wasserdampf gemischt, den R. bilden. Diese Produkte sind vor allem Teerdämpfe, die, in der sich abkühlenden Luft zu Tröpfchen verdichtet, gelben R. erzeugen, und Kohlenstoff (Ruß), der aus stark erhitzten Kohlenwasserstoffen abgeschieden wird und den R. schwarz färbt. Einen R. andrer Art bilden manche Säuren und gewisse Verbindungen, wie Zinnchlorid, deren aufsteigende Dämpfe Wasser aus der Luft anziehen und damit Nebel bilden. – Der Eigentümer eines Grundstückes kann die Zuführung von R. von einem andern Grundstück nur dann verbieten, wenn die Rauchzuführung nach den örtlichen Verhältnissen eine außergewöhnliche ist und die Benutzung des Grundstückes wesentlich beeinträchtigt. Vgl. Deutsches Bürgerliches Gesetzbuch, § 906 und 1004." In: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 16. Leipzig 1908, S. 626. Online: http://www.zeno.org/nid/20007321929
  • [7] Gemisch: "Rauch, das aus Gasen, Dämpfen, unverbrannten und halbverbrannten Teilchen bestehende Produkt einer unvollkommenen Verbrennung erhitzter oder hellbrennender Körper." In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 495. Online: http://www.zeno.org/nid/20001483323
  • [8] Weinstock-Schutz: "In neuerer Zeit hat man auch angefangen, den Rauch zum Schutze der Weinstöcke gegen Nachtfröste zu benutzen und in manchen deutschen Weinländern werden die Räucherungen der Weinberge zu diesem Zwecke sogar policeilich angeordnet und beaufsichtigt. Da nämlich heiterer Himmel und ruhige Luft Nachtfröste vorzüglich begünstigen, suchte man durch Hervorbringen eines künstlichen Gewölkes dem entgegen zu wirken und fand in der reichlichen Erzeugung von Rauch während der mit Frost drohenden Nächte und Morgen ein bewährtes Schutzmittel. Die schon vorher in 30–40 Schritt weit voneinander liegenden Haufen zusammengebrachten Brennstoffe (Reisig, dürre Blätter, trockner Rasen u.s.w.) werden in Brand gesetzt, sobald das Thermometer bis auf 11/2° R. über 0 gesunken ist. Ist ein Luftzug vorhanden, so müssen hauptsächlich die Haufen vor dem Winde brennend unterhalten werden, bei ruhigem Wetter aber senkt sich der anfangs emporsteigende Rauch bald und breitet sich über den ganzen umliegenden Raum aus wo die davon umgebenen Weinstöcke, die Obstbäume und andere höher wachsende Pflanzen dann von keinem gewöhnlichen Nachtfroste leiden" In: Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1839., S. 628-629. Online: http://www.zeno.org/nid/20000857785
  • [] Gründe unvollständiger Verbrennung: "Rauch, 1) die bei unvollständiger Verbrennung mit den gasförmigen Verbrennungsproducten entweichenden u. in Form einer Wolke aufsteigenden Kohlentheilchen, welche sich an kälteren Stellen absetzen u. so den Ruß erzeugen. Der R. entsteht bei ungenügendem Zutritt von frischer atmosphärischer Luft, z.B. beim Aufschütten einer größern Masse Brennstoffs auf den Rost, in Folge dessen eine Menge Destillationsproducte entstehen, welche theils wegen Mangels an vorhandenem Sauerstoff, theils durch die entstandene Abkühlung des Feuerraumes unverbrannt entweichen; bes. ist die Rauchbildung aber den dichten Brennmaterialien, wie Steinkohle (Rußkohle) u. Braunkohle, eigenthümlich, weil dieselben eines höhern Wärmegrades zu ihrer Zersetzung bedürfen, dann aber sogleich eine größere Menge gasförmiger Destillationsproducte entwickeln; sehr flüchtige Stoffe, wie Äther u. Alkohol, u. gasfreie Brennmaterialien, wie Holzkohle u. Coaks, liefern das Beispiel einer vollkommenen rauchfreien Verbrennung; s. Heizung B) u. Rauchverbrennung; 2) vgl. Höhenrauch; 3) so v.w. Ruß." In: Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 844. Online: http://www.zeno.org/nid/20010723129

Fußnoten


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