Permeabilitätszahlen
Liste
© 2016
- 2026
Basiswissen
Hier steht eine Liste von µᵣ-Werten, auch Permeabilitätszahlen oder relative magnetische Permeabilität genannt. Die Zahlen geben an, um welches Vielfache Stoffe vorhandene Magnetfelder verstärken. Die Größe ist dimensionslos, das heißt sie hat keine Einheiten. Diamagnetische Stoffe haben µᵣ knapp unter 1, paramagnetische knapp über 1, ferromagnetische deutlich >1.
Werteliste
Diamagnetisch
- Supraleiter 1. Art | 0
- Blei, Zinn | < 1 (ca. 0,999...)
- Kupfer | 0,9999936 = 1 − 6,4 mal 10 hoch -6
- Wasserstoff | 1 − 2,061 mal 10 hoch -9
- Wasser | 0,999991 = 1 − 9 mal 10 hoch -6
- Vakuum | 1 | (neutral)
- Polyethylen | etwa 1 | (neutral)
Paramagnetisch
- Luft | ca. 1,0000004
- Aluminium | 1 + 2,2 mal 10 hoch -5
- Platin | 1+ 2,57 mal 10 hoch -4
Ferromagnetisch [1]
- Kobalt | 80 bis 200
- Eisen | 300 bis 10.000 [2]
- Ferrite | 4 bis 15.000
- Mumetall (NiFe) | 50.000 bis 140.000
- Amorphe Metalle (ferromagnetisch) | 700 bis 500.000 [3]
- Nanokristalline Metalle (ferromagnetisch) | 20.000 bis 150.000 [3]
Anmerkungen
- [1] Die Werte für ferromagnetische Stoffe hängen von vielen Faktoren ab und dürfen nicht als feste Konstanten verstanden werden.
- [2] Die relative Permeabilität µᵣ von Eisen schwankt stark, weil sie von den Bedingungen abhängt und kein fester Zahlenwert ist. Bei schwachen Magnetfeldern kann µᵣ Werte von etwa 2 000 bis über 5 000 erreichen, bei speziellen weichmagnetischen Werkstoffen sogar über 10 000. Wird das Magnetfeld stärker, sinkt µᵣ wieder deutlich und kann nahe der magnetischen Sättigung unter 1 000 fallen. Reines, weich geglühtes Eisen zeigt meist deutlich höhere Werte als kohlenstoffhaltiger Stahl, der oft nur einige Hundert erreicht. Auch die Herstellung wirkt sich aus: kaltverformtes Eisen hat geringere µᵣ-Werte als geglühtes Material. Mit steigender Temperatur nimmt µᵣ ebenfalls ab; in der Nähe der Curie-Temperatur von etwa 770 °C fällt sie stark in Richtung 1. Deshalb geben Tabellen für Eisen meist große Wertebereiche statt eines einzelnen festen Zahlenwertes an.
- [3] Materialgruppen wie amorphe oder nanokristalline Metalle haben sehr breite µr-Spannen. Die Werte hängen oft stark von Legierung und Magnetfeld ab.