A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 9 Ω
Das Banner der Rhetos-Website: zwei griechische Denker betrachten ein physikalisches Universum um sie herum.

Meniskus

Bedeutungen

© 2016 - 2026

Kurzinfo


In der Optik ist Meniskus ein Synonym für eine konkav-konvexe Linse [1] [2] [3], in der Chemie schließlich die genau so geformte Wölbung von Flüssigkeiten [3] [4] am Rand zu Festkörpern, zum Beispiel in einem Messzylinder. In der Anatomie bezeichnet Meniskus eine mondsicherförmige Lage Knorpel im Knie. [5] Der Effekt der gewölten Oberfläche kommt bei Wasser daher, dass die Wasserteilchen am Rand stärker von der Gefäßwand angezogen werden (Adhäsion) als von benachbarten anderen Wasserteilchen (Koäsion). Dadurch werden sie sozusagen nach oben gezogen. Zur Bedeutung in der Chemie, siehe den Artikel zum 👉 Meniskus (Messzylinder)



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Die Wölbung von Wasser, hier nach unten, nennt man in der Fachsprache von Laboren den Meniskus. Man liest immer am untersten Punkt des Meniskus ab. © B.Lachner on www.openclipart.org ☛


Fußnoten


  • [1] Meniskus bei Linsen, als Beschriftung zu einer Skizze: "A ist eine biconvexe oder zweimal erhabene, B eine planconvexe oder eben-erhabene, C eine concav-convexe oder erhaben-hohle, auch Meniskus genannt". Die als Meniskus bezeichnete Linse erinnert an eine Mondsichel. In: Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1838., S. 750-751. Online: http://www.zeno.org/nid/20000841080
  • [2] Meniskus bei Linsen, eine Linse heißt "concavconvex od. ein Meniskus, wenn die eine Fläche hohl, die andere erhaben ist". In: Pierer's Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 402-404. Online: http://www.zeno.org/nid/20010350551
  • [3] Meniskus als Mondsichelform: "Meniskus, griech. Mondchen, bezeichnet eine mondsichelähnliche Figur, ist daher auch Bezeichnung der Konkavkonvexlinse wegen ihres sichelförmigen Querschnitts (s. Linse), und der teils konkaven, teils konvexen Oberflächengestalt einer in einem Rohr stehenden Flüssigkeit (s. Kapillarität)." In: Aug. Schmidt. Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 6 Stuttgart, Leipzig 1908., S. 361-362. Online: http://www.zeno.org/nid/20006084745
  • [4] Meniskus als Mondsichelform: "Meniskus (griech., »Möndchen«). die gekrümmte Oberfläche der Flüssigkeit in einer engen Röhre (s. Kapillarität, S. 588); eine konkav-konvexe Linse. – Dann ein scheibenförmiger Metallschirm, den man im Altertum auf dem Kopf von Statuen als Schutz gegen Wetter und Beschmutzung befestigte." In: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 601. Online: http://www.zeno.org/nid/20007075294
  • [5] Meniskus als Mondform oder Knorpel im Knie: "Meniskus (grch., »kleiner Mond«), etwas von der Form der Mondsichel; in der Optik eine konkav-konvexe Linse; in der Geometrie ein halbmondförmiger Kreisabschnitt; Knorpellage im Kniegelenk." In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 165. Online: http://www.zeno.org/nid/20001348647

Siehe auch

Startseite Impressum Feedback © 2010-2026 Nachilfe Physik Nachilfe Chemie