Laufende Welle
Physik
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Definition
Als laufende Welle [1] bezeichnet man in Abgrenzung zu einer stehenden Welle [2] eine Welle, deren Wellenfront sich einzeln erkennbar sichtbar durch ihr Medium bewegt. Bei einer Clapotis durchkreuzen zu viele Wellenfronten gegenseitig, sodass individuelle Wellenfronten sich schnell im scheinbaren Chaos verlieren. Bei einer stehenden Welle hingegen erkennt man auch kurzfristig keine Wellenfronten mehr. Stattdessen gibt es ein deutliches Muster örtlich fester Schwingungen. Eine laufende Welle kann man zum Beispiel mit einem Backblech als improvisierter Wellenwanne selbst erzeugen und dann näher beobachten oder vermessen.
Videos
Eine laufende Welle in einem Backblech: gut erkennt man die wandernde Wellenfront. Doch schon nach kurzer Zeit zerläuft die Welle, die Energie wird disspiert (verteilt).
Auf einem Fluss kann man gut das unruhig schwappende Wasser einer Clapotis erkennen. Wenn man wandernde Wellenberge erkennt, verlieren diese sich meist nach ein oder zwei Sekunden im Chaos des Gesamtgeschehens. Siehe auch 👉 Clapotis
In diesem Video sieht man, wie man mit einer Wellenwanne eine einigermaßen gute stehende Welle erzeugen kann. Siehe auch 👉 stehende Welle
Fußnoten
- [1] "Eine vom Erreger fortschreitende Anregung heißt laufende Welle". In: R. Girwidz: Repetitorium zur Wellenlehre. Ludwig-Maximilians-Universität München. Spätestens erstellt: 2011. Abgerufen am 19. August 2019. Online: https://www.didaktikonline.physik.uni-muenchen.de/spezial/wellen/REPWELL.pdf
- [2] "Neben den laufenden Wellen gibt es auch stehende Wellen, die sich durch die Überlagerung gegenläufiger Wellen, z.B. durch senkrechte Reflexion an einem Spiegel (Wienersche Interferenzen) erzeugen lassen." In: der Artikel "elektromagnetische Welle". Spektrum Lexikon der Optik. Abgerufen am 19. August 2026. Online: https://www.spektrum.de/lexikon/optik/elektromagnetische-welle/787