Hydrosphäre
Wasserhülle
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Basisiwssen
Als Hydrosphäre bezeichnet man den Bereich eines Himmelskörpers, in dem Wasser in größeren Mengen in flüssiger, gasförmiger oder fester Form vorkommt. Der Begriff wurde im Jahr 1875 geprägt [1]. Je nach Schärfe der Definition zählt man bereits tiefe Gesteinsschichten mit nur wenigen Porenwässern zur Hydrosphäre bis hinauf zu Mesosphäre in den höheren Schichten der Lufthülle. Flüssiges Wasser auf der Erde gibt es mindestens seit dem geologischen Zeitalter des Hadaikum [2], unter Wasser entstandene Kissenlava [3] spätestenes seit dem 👉 Archaikum
Fußnoten
- [1] E. Suess: Die Entstehung der Alpen. Wien 1875, Seite 158
- [2] Hydrosphäre im Hadaikum: als Ergebnis einer Analyse von Zirkon-Kristallen kommen Forscher zu dem Schluss, dass schon knapp 200 Millionen Jahre nach der Entstehung der Erde flüssiges Wasser nahe der Oberfläche vorhanden war: "we postulate that the ∼4,300-Myr-old zircons formed from magmas containing a significant component of re-worked continental crust that formed in the presence of water near the Earth's surface. These data are therefore consistent with the presence of a hydrosphere interacting with the crust by 4,300 Myr ago." Die Abkürzung Myr steht für Megajahre. 4,300 Myr sind dann 4300 Millionen oder 4,3 Milliarden Jahre. In: Mojzsis, S., Harrison, T. & Pidgeon, R. Oxygen-isotope evidence from ancient zircons for liquid water at the Earth's surface 4,300 Myr ago. Nature 409, 178–181 (2001). Die Urzeit, in der das geschah, war das 👉 Hadaikum
- [3] Kissenlava seit dem frühen Archaikum: "the presence of seawater (documented by a thick, pillow, lava unit at the bottom of oceanic plate stratigraphy) indicates that the surface temperature was less than ca. 100°C in the Early Archean." In: Tsuyoshi Komiya, Shigenori Maruyama, Toshiaki Masuda, Susumu Nohda, Mamoru Hayashi, Kazuaki Okamoto: Plate Tectonics at 3.8–3.7 Ga: Field Evidence from the Isua Accretionary Complex, Southern West Greenland. In: The Journal of Geology. Band 107, Nummer 5. September 1999. Online: https://doi.org/10.1086/314371