Adhäsion
Physik
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- 2026
Basiswissen
Als Adhäsion bezeichnet man zusammenfassend alle anziehenden Kraftwirkungen die an der Grenzfläche zwischen zwei verschiedenen flüssigen oder festen Phasen von Stoffen wirken. Das typische Beispiel ist das Anhaften von Wasser auf einer Blattoberfläche. Wie Adhäsion genau funktioniert ist noch nicht abschließend bekannt. Haftwirkungen innerhalb eines einzigen homogenen Stoffes bezeichnet man als Kohäsion.
Einfacher Tischversuch
Bei der Adhäsion können sehr starke Kräfte wirken. Ein einfacher Versuch kann das eindrucksvoll zeigen. Man füllt ein Gefäß wie ein Glas, einen Messzylinder oder ein kleines Tischaquarium zur Hälfte bis zu Dreiviertel seiner Höhe mit trockenem Sand auf. Dann kippt man solange Wasser hinzu, bis der Sand ganz mit Wasser gesättigt ist. Erfahrungsgemäß steigen nach dem Hinzugießen von Wasser längere Zeit Luftblasen an der Oberfläche des Gemisches aus Sand und Wasser auf. Das deutet darauf hin, dass im Sand noch trockene Hohlräume sind. Am besten schüttelt oder rührt man das Gemisch einige Zeit lang um. Wenn am Ende über dem Sand eine kleine Schicht klares Wasser steht, ohne dass beim Schütteln noch Veränderungen zu bemerken sind, kann man davon ausgehen, dass der Sand jetzt ganz mit Wasser gesättigt ist. Dann stürzt man das Gefäß mit dem Sandbrei darinnen um wie einen Wackelpudding. Man dreht also das Gefäß auf den Kopf. Der Sand wird dann am ehemaligen Boden (der dann nach oben zeigt) haften. Unter dem Sand bleibt ein großer Hohlraum übrig.
Fußnoten
- [1] Wir haben diesen Versuch am 21. Juli 2026 in unserer Lernwerkstatt in Aachen mit einem 12-Liter-Tischaquarium durchgeführt. In dem Aquarium befanden sich mehrere Liter trockenen Sandes mit einer Dichte von 1,48 g/cm³. Nach dem Vermischen mit Wasser hatte der völlig gesättigte Sand eine Dichte von 2,00 g/cm³. Nach dem Umstürzen haftete der Sand für mindestens 20 Minuten unverändert am Boden.