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Das Banner der Rhetos-Website: zwei griechische Denker betrachten ein physikalisches Universum um sie herum.

Sonnenfinsternis

Astronomie

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Basiswissen


Wenn sich die Mondscheibe direkt vor die Sonne schiebt, spricht man von einer Sonnenfinsternis. [2] Man sieht dann nur noch einen Teil der Sonne (partielle Sonnenfinsternis) oder gar nichts mehr von der Sonne (totale Sonnenfinsternis). Daraus läßt sich auch schließen, dass die Sonne weiter von der Erde entfernt ist als der Mond. [2] In der Astronomie ist die Sonnenfinsternis eine besondere Verdeckung, als Fremdwort eine Okkultation. Der Durchmesser des Mondschattens auf der Erde liegt meist zwischen 100 bis 160 km.

Grundidee


Eine Sonnenfinsternis entsteht immer dann, wenn sich der Mond auf seinem Weg um die Erde zwischen die Erde und die Sonne schiebt. Er unterbricht dann den Strom des Lichts von der Sonne zur Erde. Wer an einem geeigneten Ort auf der Oberfläche der Erde steht, wird dann die Mondscheibe vor der Sonnenscheibe stehen sehen. Der Mond verdunkelt also den Himmel und auf der Erde wird es finster.


Dieses Bild ist für das Verständnis des Textes nicht wichtig. Das Bild wird im Text nicht erwähnt.
Das Bild zeigt die klassische Erklärung, wie eine Sonnenfinsternis entsteht. Dabei werden von den praktisch unendlich vielen Strahlen, die von der Sonne weggehen, nur die zwei gezeichnet, die den Schatten auf der Erde begrenzen. Von der Sonne aus gesehen gibt es hinter dem Mond einen kleine Bereich auf der Erde, in den das Sonnenlicht nicht eindringen kann. Wer in diesem Bereich steht, sieht den Mond vor der Sonne und damit einen Sonnenfinsternis.

Diese Erklärung war schon den antiken Denker aus Europa [1] aber etwa auch aus China [2] bekannt. Die hier vorgestellte Erklärung ist im Prinzip richtig. Es gibt aber eine Reihe von Fakten, die die Erklärung der wahren Umstände deutlich komplizierter macht.

Fußnoten


  • [1] Jürgen Teichmann: Wandel des Weltbildes. Astronomie, Physik und Meßtechnik in der Kulturgeschichte. Mit Beiträgen von Volker Bialas und Felix Schmeidler. Herausgegeben vom Deutschen Museum in München, über die Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt. 1983. Dort heißt es auf Seite 25: "Nur wenn der Mond die jährliche Bahn der Sonne auf der Ekliptik genau kreuzt, wird dieses Gestirn, von der Erde aus gesehen, verdeckt. Das ist auch ein Beweis, daß die Sonne weiter von uns entfernt sein muß als der Mond".
  • [2] Der Mond als Ursache einer Sonnenfinsternis war schon im antiken China bekannt: "According to the scholars, solar eclipses are brought about by the moon. It has been observed that they occur at times of new moon (lit. on the last days and first days of months), when the moon is in conjunction with the sun, and therefore the moon can eclipse it. In the Spring and Autumn period there were many eclipses, and the Chun Qiu says that at such and such a month at new moon there was an eclipse of the sun, but these statements do not imply that the moon did it. Why should (the chroniclers) have made no mention of the moon if they knew that it was really responsible?" In: der antike chinesische Naturphilosoph Wang Chong (27 bis 97 v. Chr.), zitiert nach: Needham, Joseph (1986). Science and Civilization in China: Volume 3, Mathematics and the Sciences of the Heavens and the Earth. Taipei: Caves Books Ltd. Dort die Seiten 411 und 412. Siehe auch 👉 Wang Chong

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