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Schliere

Optik

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Basiswissen


Eine Schliere ist eine optisch erkennbare Schmierform in Flüssigkeiten, etwa in Gesteinen. [1] Häufig spricht man auch von Schlieren in Glas, Flüssigkeiten und Gasen. Die Schlieren sind dann optisch erkennbare Schmierformen in einem ansonsten homogen erscheinenden Stoff. Die Schlieren beruhen auf unterschiedlichen Brechzahlen des Lichts, etwa augrund unterschiedlicher Salzgehalte in Wasser [2] oder unterschiedlicher Temperaturen von Gasen [3]. Es gibt verschiedene Verfahren, um Schlieren in Fluiden sichtbar zu machen [4] [5], von denen das Werfen eines Schatten die einfachste ist [6].



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Schlieren entstehen zum Beispiel, wenn man schwarze Tinte in ein Glas mit unbewegten Wasser träufelt. Hier wurde die Tinte von oben als Tropfen in das Glas gegeben. Sie sank am Rand des Glases zu Boden, bildete eine trübe Schicht am Boden und bildete gleichzeitig verschiedene Schlierenstrukturen aus. Der gezeigte Bildausschnit ist einige wenige Zentimeter breit.☛


Videos




Dieses Video zeigt Schlieren aufgrund unterschiedlicher Dichten von Salzwasser. Man hat den Eindruck, als ob die Schlieren zum Ende des Videos hin auch eine Schichtung andeuten könnten. Siehe auch 👉 Schweben



Angestrahlt von einer 350-Lumen Kopflampe zeigt das Schattenbild viel von der inneren Struktur der Kerzenflamme. Deutlich sieht man Schlieren in verschiedenen Bereichen der Flamme. Dieser Versuch ist mit simpelsten Methoden leicht und schnell gemacht. Siehe auch 👉 Kerzen-Schatten-Versuch

Fußnoten


  • [1] Schlieren in der Geologie: "länglich gestreckte oder streifige Zonen in magmatischen Gesteinen, die sich in ihrer mineralogischen Zusammensetzung und häufig auch in ihrem Gefüge und in ihrer Farbe deutlich vom umgebenden magmatischen Gestein unterscheiden." In "Plutonen" kann man mit den Schlieren Rückschlüsse auf das "Fließgefüge" ziehen. In: der Artikel "Schlieren". Spektrum Lexikon der Geowissenschaften. Abgerufen am 20. Juni 2026. Online: https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/schlieren/14280
  • [2] Unterschiede in der Salinität von Salzwasser hat einen Einfluss auf die Bewegung von kleinen Lebewesen: "Recent advance in microfluidics opens up the possibility to explore the influences of microscale salinity heterogeneity on microbial behavior at the level of individual cells. Nevertheless, designing such microfluidic devices is accompanied with the growing need for accurate quantification of salinity inhomogeneity on a microscale." In: Sun, Chen-li, Shao-Tuan Chen, and Po-Jen Hsiao. 2015. "Mapping the Salinity Gradient in a Microfluidic Device with Schlieren Imaging" Sensors 15, no. 5: 11587-11600. DOI: https://doi.org/10.3390/s150511587
  • [3] Schlieren in den Gasen von Brennkammern: Bühler, M.N., Förster, F.J., Dröske, N.C., von Wolfersdorf, J., Weigand, B. (2017). Design of a Focusing Schlieren Setup for Use in a Supersonic Combustion Chamber. In: Ben-Dor, G., Sadot, O., Igra, O. (eds) 30th International Symposium on Shock Waves 2. Springer, Cham. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-319-44866-4_118
  • [4] Die optischen S[chierenmethoden] dienen zur Sichtbarmachung, Beobachtung, photographischen oder elektronischen Registrierung und Vermessung örtlicher Brechzahländerungen in optischen Werkstoffen […]" In: der Artikel "Schlierenmethoden". Spektrum Lexikon der Optik. Abgerufen am 20. Juni 2026. Online: https://www.spektrum.de/lexikon/optik/schlierenmethoden/2956
  • [5] Zu einem Buch über die praktischen Grundlagen der Analyse von Schlieren: "Unlike the microscopes and telescopes, schlieren and shadowgraph instruments are not seeing aids based on size or distance. Instead, they allow us to see the invisible: the optical inhomogeneities in transparent media like air, water, and glass that otherwise cause only ghostly distortions of our normal vision." Und zu den Absichten des Autors: "I try to convey a little of what Ernst Mach called "the charm and the poetry of research" In: G. S. Settles: Schlieren and Shadowgraph Techniques. Visualizing Phenomena in Transparent Media. Springer Nature. 2001. ISBN: 978-3-540-66155-9. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-642-56640-0



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