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Schlagschatten

Optik

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Basiswissen


Als Schlagschatten bezeichnet man den Schatten eines beleuchteten Körpers, wie er gut auf einem hellen Grund erscheint. [1] Die Definition, dass ein Schlagschatten der Schatten innerhalb eines größeren Schatten ist [2], gilt heute nicht mehr. Der Schlagschatten gilt heute als der Schatten, den ein mehr oder minder undurchsichtiger [4] Körper auf irgendeine Fläche außerhalb des Körpers [5] wirft. Der Schatten auf dem Objekt selbst heißt Selbstschatten [4] oder Eigenschatten👉  [5]



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Man sieht den Schlagschatten des Photographen.☛


Video




Das Video zeigt, wie das Licht der Sonne von einem kleinen Brett abgeschattet wird. Der Boden einer Terrasse dient dabei als Projektionsfläche. Der Schattenauf dem Boden ist der Schlagschatten. Bemerkenswerterweise kann man die Größe des Schattens nicht durch eine bloße Änderung des Brettes zur Projektionsfläche verändern. Siehe dazu auch den Artikel zum 👉 Schatten-Größen-Paradoxon

Fußnoten


  • [1] "Der Schatten, den wol erleuchtete Körper auf einen hellen Grund werfen. Nicht jeder Schatten ist Schlagschatten, sondern nur der, der sich auf dem Grund auf den er fällt, bestimmt abschneidet, dessen Größe, Lage und Umriß nach den Regeln der Perspektiv können bestimmt werden, welches allemal angeht, wenn die Schatten von einem bestimmten Licht, als von der Sonne, oder dem durch eine Oeffnung einfallenden Tageslicht, verursachet werden." In: Sulzer: Allgemeine Theorie der Schönen Künste, Band 2. Leipzig 1774, S. 1033. Online: http://www.zeno.org/nid/2001144911X
  • [2] "Der Schlagschatten, des -s, plur. ut nom. sing. in der Mahlerey, der stärkere Schatten eines Körpers, welcher in dem schwächern Schatten eines andern stehet, der ihn unmittelbar vor dem Sonnenscheine bedecket; Franz. l'Ombrage. In einem Walde z. B. stehen die Bäume im Schatten, der Rasen aber, welchen wir betreten, im Schlagschatten. Etwa so, wie Schlaglicht. S. dasselbe." In: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 1501. Online: http://www.zeno.org/nid/20000409030
  • [3] "Der Schlagschatten (Mahlerei) heißt derjenige Schatten, welcher aus der Stellung des Gegenstandes gegen die Sonne, oder gegen irgend einen andern leuchtenden Körper geworfen wird. Es ist dies nämlich derjenige Schatten, welchen ein jeder bei einem erleuchteten Körper von dem Lichte abgekehrt bemerket." In: Brockhaus Conversations-Lexikon Bd. 8. Leipzig 1811, S. 346. Online: http://www.zeno.org/nid/20000804991
  • [4] "Die durch Beleuchtung eines undurchsichtigen Körpers von diesen geworfenen Schlagschatten (der lichtlose Raum hinter dem Körper) und die Körperschatten oder Selbstschatten (die an der Körperoberfläche, entsprechend dem schrägen Auftreffen der Lichtstrahlen, allmählich abnehmende Beleuchtung bis zu jener Grenze, an welcher die Strahlen den Körperumfang tangieren) können bei Annahme einer bestimmten Lichtquelle (Sonnenlicht mit parallelen Strahlen, Einzellicht mit von einem Punkte ausgehenden Strahlen) geometrisch konstruiert werden." In: Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 7 Stuttgart, Leipzig 1909., S. 599. Online: http://www.zeno.org/nid/20006119204



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