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Abfackelung

Industrie

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Definition


Als Abfackelung bezeichnet man das gezielte Verbrennen von Gasen ohne dass eine weitere Nutzung dabei erfolgt. Bei der Förderung von Erdöl und Erdgas sowie in Industriebetrieben entstehen oft stark schwankende Mengen an Gas, die nicht wirtschaftlich anders genutzt werden können. Da die Gase in unverbrannter Form für die Umwelt schädlicher wären als in verbrannter Form, werden sie abgefackelt.

Entstehung


In Deutschland spielt das Abfackeln von Gasen infolge einer Förderung von Erdöl oder Erdgas aus dem Boden kaum eine Rolle. Die meisten Abfackelungen stehen im Zusammenhang mit Industrieanlagen, etwa Raffinerien.



Im Industriegebiet Wesseling zwischen Bonn und Köln werden Gase über Hochfackeln gezielt und kontrolliert verbrannt.

In einem Industriebetrieb fallen oft große Mengen an Gas an, die dann auch verwertet werden, etwa als sogenanntes Prozessgas. Werden Anlagen hoch- oder heruntergefahren, oder kommt es zu Störungen im Betriebsablauf, können Gase anfallen, die nicht sofort genutzt werden können. Diese werden in einem Gasspeicher aufgefangen und später genutzt. Ist dieser Gasspeicher aber voll, müssen die Gase abgefackelt werden.

In Deutschland üblich sind sogenannte Hochfackeln. Am oberen Ende eines hohen Schlotes brennt immer eine sogenannte Pilot- oder Zündflamme. Fällt dann überschüssiges Gas an, das abgefackelt werden muss, wird dieses an der Zündflamme sofort entzündet und brennt oft weithin sichtbar mit meterhohen Feuererscheinungen ab.

Ist die Flamme von schwarzem Rauch begleitet, handelt es sich um Ruß. Um die Entstehung von Ruß zu vermeiden oder zu vermindern, kann man Wasserdampf mit einbringen, was aber wiederum auch störende Geräusche erzeugen kann.



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